Neue Ausstellung öffnet am 12. September

 

In der neuen Ausstellung werden Werke von Gerhart Lampa, Babara Seidl-Lampa und Michael Horwath ab dem 12. September auf Schloss Königshain gezeigt. Die Künstler wollen mit ihren Werken die Zeit überspringen, gleichwohl sie einer ganz spezifischen Zeit angehören und somit auch ihre Bilder. Zu sehen sind Werke von Umbrüchen im Braunkohletagebau bis hin zu Plastiken, die sich mit der Veränderung von Mensch und Natur befassen. Auch wenn alle diese Werke einer bestimmten Zeit entspringen, wollen sie zeitlos sein und Menschen auch in Zukunft zum Betrachten anregen und zum Zwiegespräch einladen.

 

Gerhart Lampa (1940-2020) ist aufgewachsen an der Elbe auf einem Großbauerngut bei Magdeburg. Nach einer Lehre als Gebrauchsgrafiker, abgebrochener Militärlaufbahn als Flieger und Kranfahrer in Schwarze Pumpe – Studium in Dresden und Ankunft als Direktor des Kreismuseums Senftenberg mit eigenem Atelier. Diese Stadt war zu jener Zeit gezeichnet durch die radikalen Umbrüche der Braunkohleförderung. Riesige Flächen wurden aufgerissen, ausgekohlt und zerstört, der Natur und den in dieser Region lebenden Menschen zurückgegeben. Gerhart Lampa war ein kluger Beobachter und ein Maler, dem es um die Auslotung der Farben ging, gleich, ob es sich um die Weite der Magdeburger Börde, die Erosionsrinnen des Braukohletagebaus oder auch nur einen Blumenstrauß handelte. http://www.gerhart-lampa.de

 

Gerhart Lampa (1940-2010)
Bei Friedrichshof/Mecklenburg, Öl/Leinwand, 1990

 

Schon immer zeichnend und malend, schlug das Herz der aus Ruhland stammenden Barbara Seidl-Lampa stark für das Leben und die Natur. Neugierig lotete sie verschiedene Berufe aus und konnte letztlich an der Brandenburgische Universität Cottbus dieser Neigung im Bereich Biologie/ Ökologie und der Vermittlung dieses Wissens folgen.

Die gemeinsame Arbeit mit Gerhart Lampa im selbstgeschaffenen Atelier in Ruhland führte folgerichtig zu einem vertieften Verständnis für die Kunst. Ihre Vorliebe für taktiles Arbeiten mit rot brennendem Ton lässt teilweise archaisch wirkende Formen unterschiedlicher Größe entstehen - Torsi, Tierformen, Fragmentarisches. Aber auch das Spiel mit diversen Materialien, Modezeitungen, Seidenpapier, ausgemusterte Bilder, Pergamentfolien, Spray, Druck- und Acrylfarbe. Dies lässt ahnen, dass sie immer auf der Spurensuche in der Zeit ist. Dabei wird ihr der Bezug zu Biologie und Natur, wie deren Vielfältigkeit ein immer stärker werdender Maßstab. Die Zusammenhänge, das Leben, das Sterben und auch die Schönheiten in all diesen Prozessen werden nun bildbestimmend. https://seidl-lampa.wixsite.com/seidl-lampa

B. Seidl-Lampa
Schwan mit Leda, 2020

 

Barbara Seidl-Lampa und der Maler Michael Horwath veranstalten gemeinsamen Ausstellungen seit 2013. Das gemeinsame Schaffen führt zu handgefertigten Gefäßen. Während Barbara Seidl-Lampa die Rohlinge mit der Hand formt, bemalt Michael Horwath diese mit Fabelwesen, abstrakten Formen oder Ornamenten. Doch sein eigentliches Metier ist die Malerei auf Leinwand oder Hartfaser mit eigener Farbrezeptur, wie selbstgefertigten und bemalten Bilderrahmen. Thematisch bearbeitet er Themen der Bibel, dem Leben an sich und den Dingen des Lebens. Farbig und fröhlich kommen einem diese Werke entgegen. Michael Horwath wurde in Zittau als Sohn einer schlesischen Mutter und eines deutsch-rumänischen Vaters aus der Bukowina geboren und wuchs in Kamenz auf. Dort traf er auf den Maler Gottfried Zawadski, der insbesondere Fensterbilder und Innenräume diverser Kirchen gestaltete.

https://horwathkunst.wixsite.com/michael-horwath

Michael Horwath